Baumpflege Tübingen

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Baumschnittkurs online

Baumschnittkurs online: Der Öschberg-/Palmer-Schnitt ist die einfachste Methode der naturgemäßen Ostbaumpflege. Ziel ist ein möglichst lichtdurchlässiger und zugleich robuster Aufbau der Krone. An dieser Stelle eine kurze Einführung, wie Sie Ihre Obstbäume selbst nach Öschberg-/Palmer schneiden können.

Der Aufbau der Baumkrone – das Gerüst:

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Das Gerüst setzt sich zusammen aus

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1. drei oder vier Leitästen.
Die Leitäste sind gleichmäßig um den Baum verteilt, allerdings in unterschiedlicher Höhe, um Saftstau zu vermeiden. Ihr Ansatzwinkel am Stamm sollte möglichst stumpf sein. Je spitzer der Winkel, desto leichter können die Äste ausbrechen. In ihrem Verlauf ragen die Leitäste jedoch zunehmend steil auf (Winkel mindestens 45 Grad). Vorteil der steilen Leitäste: Der Austrieb findet vor allem auf der Außenseite statt. Das ist gewünscht, denn die Leitäste sollten auf ihrer Innenseite weder Fruchtäste noch Fruchtholz aufweisen. Weiterer Pluspunkt: die Vermeidung von so genannten Wasserschossern, die sich bei flacher stehenden Ästen viel leichter bilden und die das Innere der Krone verbauen können.

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2. der Mitte als Stammverlängerung.
Die Mitte verjüngt sich nach oben hin, damit sie den Leitästen, die sie in aller Regel überragt, nicht das Licht nimmt. Im unteren Bereich setzt die Mitte am meisten Fruchtholz an. Zu steil stehendes Fruchtholz sollte vermieden werden, da es sich als Konkurrenz zum Mitteltrieb entwickeln kann.

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3. den Fruchtästen.
Die Fruchtäste setzen auf der Außenseite der Leitäste im Abstand von etwa einem Meter an und erweitern dadurch den Kronenkelch nach außen. Für die Fruchtäste gilt dabei dasselbe wie für die Leitäste: Sie setzen in einem möglichst stumpfen Winkel an und werden mit wachsender Länge – sie sollten nie länger als die Leitäste sein – immer steiler.

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4. dem Fruchtholz.
Das Fruchtholz sitzt auf der Außenseite der Fruchtäste, ist also dem Licht zugewandt. Beschnitten wird es nur, wenn es zu dicht geworden oder abgetragen ist. In beiden Fällen werden die untersten der absteigenden Bögen entfernt.

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(Ich bedanke mich bei der Universität Kassel-Witzenhausen, Fachgebiet Sonderkulturen, Dr. Christian Schüler für die Zurverfügungstellung der Fotos und Zeichnungen)