Baumschnitt + Baumpflege Tübingen http://www.baumwart-baumpflege.de Mon, 11 Jun 2018 12:48:09 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.7 Tipps: Das hilft gegen Wühlmäuse http://www.baumwart-baumpflege.de/2017/03/24/wuehlmaeuse-bekaempfen/ http://www.baumwart-baumpflege.de/2017/03/24/wuehlmaeuse-bekaempfen/#comments Fri, 24 Mar 2017 10:46:25 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=1154

Video 2: Fallen stellen / Video 3: Hilfen für Mäusejäger

Einer der schlimmsten Obstbaumschädlinge unter Tage ist die Wühlmaus bzw. Schermaus, wie sie auch genannt wird. Vor allem für junge Obstbäume bedeuten die von Wühlmäusen verursachten Fraßschäden das vorzeitige Ende, oder zumindest doch ein kümmerliches Wachstum.
Wühlmäuse sind nahezu blind, dazu rund und unförmig wie eine graue Wurst, ohne dass man auf Anhieb sieht, wo sie anfangen und wo sie aufhören. Bei bis zu fünf Würfen pro Jahr mit jeweils bis zu sieben Jungen vermehren sich Wühlmäuse rasant. Vor allem aber: Wühlmäuse sind unglaublich gefräßig.

Wühlmäuse bekämpfen Tübingen.

Bei diesem jungen Apfelbaum wurden die Wurzeln komplett abgenagt.

Wühlmäuse fressen nahezu rund um die Uhr, Tag und Nacht, Sommer wie Winter. Im Sommer ernähren sie sich von der vorhandenen Vegetation – von Gemüse, Obst, Blumenzwiebeln… Im Winter ernähren sich die Tiere hauptsächlich von Baumwurzeln – und legen damit mitunter ganze Obstplantagen lahm.
Die Gänge sind hochoval und nicht rund wie beim Maulwurf. Oberirdisch hinterlassen die Wühlmäuse flache und keine kegelförmigen Erdhaufen. Am wohlsten fühlen sich Wühlmäuse auf ungepflegtem Gelände mit Altgrasbestand.

Was hilft gegen diesen Obstbaumschädling?

Suchstab für Wühlmäuse

Mit dem Suchstab wird zunächst ein Wühlmausgang gesucht

1. Bei der Pflanzung von Jungbäumen sollte im Wurzelraum ein Korb aus Sechseckgeflecht um die junge Wurzel gelegt werden. Der Korb sollte unverzinkt, 0,9mm stark sein und eine Geflechtweite von 13mm aufweisen.

2. Die Tiere mögen weder Zugluft noch Lärm. Wer regelmäßig mäht oder einem Tierhalter (im Idealfall einem Schäfer) die Fläche zur Verfügung stellt, vertreibt die Mäuse. Sie können das „auf dem Kopf Herumgetrampel “ nicht aushalten. Zudem werden ihre Gänge eingetreten.

t man Wühlmäuse

Topcat Falle – Foto: R. Stohp

3. Bejagung mit Totschlagfallen (siehe Fotos) Hinweise unter:
www. hausmaus.at

Offengelegter Wühlmausgang, bestückt mit bayerischer Drahtfalle

Offengelegter Wühlmausgang mit bayerischer Drahtfalle – Foto: R. Stohp

Wühlmäuse: in die Falle gegangen

In die Falle gegangen – Foto: R.Stohp

4. Wühlmausjäger fördern. Begnadete Wühlmausjäger sind das Mauswiesel, die Schleiereule und Greifvögel. Für diese Tiere Unterschlupf oder Ansitz zu schaffen, lohnt sich immer: Ast – oder Steinhaufen sind für das Mauswiesel ideal.

Vielleicht werden Sie ja belohnt und können diesem flinken Jäger zuschauen, wie er in die Baue fegt und die Wühlmäuse ans Tageslicht befördert.

Wichtig: Wühlmäuse können Krankheiten auf den Menschen übertragen. Deshalb beim Aufstellen und beim Kontrollieren der Falle unbedingt Gartenhandschuhe tragen.

 

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Tipp: ab April den Pfirsichbaum schneiden. http://www.baumwart-baumpflege.de/2017/03/24/pfirsichbaum-schneiden/ http://www.baumwart-baumpflege.de/2017/03/24/pfirsichbaum-schneiden/#comments Fri, 24 Mar 2017 08:04:18 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=1332 Für den Schnitt Ihres Pfirsischbaumes gelten ein paar Besonderheiten.

Obstbaumschnitt: Den Pfirsichbaum schneidet man am besten im April. Tipps zum Obstbaumschnitt von Baumwart Rickmer Stohp, Tübingen

Pfirsichblüte – Foto: Lilo Kapp, pixelio.de

Nach dem Gerüstaufbau sollte schon frühzeitig mit der Fruchtholzverjüngung begonnen werden.

Beim Schnitt von Pfirsichbäumen gibt es die Besonderheit, dass sie während der Blüte bis zur Haselnussgröße der Früchte geschnitten werden. Dies liegt daran, dass es beim Pfirsischbaum so genannte „falsche und wahre Fruchttriebe “ gibt.

Echte Fruchttriebe erkennt man daran, dass eine Blattknospe von ein oder zwei Blütenknospen begleitet wird. Die falschen Fruchttriebe haben nur an der Basis und an der Triebspitze Blattknospen, alle anderen sind einzeln stehende Blütenknospen. Reine Holztriebe sind nur mit langgestreckten, schlanken Blattknospen besetzt.

Kräftige Fruchttriebe werden auf fünf oder sechs Früchte zurückgeschnitten. Falsche Triebe werden entweder ganz weggeschnitten oder auf die erste Blattknospe geschnitten. Holztriebe werden um ein Drittel eingekürzt, um Neuaustrieb zu fördern.

Der Vorteil des April als Schnitttermin für Ihren Pfirsichbaum liegt auf der Hand: Mit dem Schnitt erfolgt eine Fruchtausdünnung, die die Qualität der verbleibenden Früchte verbessert.

In ungünstigen Lagen kann es passieren, das alle Blüten erfrieren. Dann sollte man alle Fruchttriebe, die wahren und die falschen, auf Stummel zurückschneiden, um für das nächste Jahr den Neuaustrieb zu fördern.

Neigt der Pfirsichbaum zum Verkahlen, kann nach der Ernte im Sommer in´s ältere Holz zurück geschnitten werden – immer auf eine Ableitung in jüngeres Holz.

Eine Bitte!
Wenn Sie dieses Thema interessant finden und möchten, dass auch andere Interessenten  naturnahen Baumschnitts und Streuobstwiesen von dieser Seite erfahren, freue ich mich, wenn Sie durch den folgenden Link auf Ihrer Homepage zu einer entsprechenden Verbreitung beitragen.

Der Link:
<a title=“Im April den Pfirsischbaum schneiden“ href=“http://www.baumwart-baumpflege.de/2015/04/09/pfirsichbaum-schneiden/“ target=“_blank“>Im April den Pfirsischbaum schneiden</a>
Vielen Dank im Voraus
Rickmer Stohp

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Versorgung mit Nährstoffen! Viele Obstbäume müssen gedüngt werden http://www.baumwart-baumpflege.de/2016/06/16/streuobstwiesen-duengen/ http://www.baumwart-baumpflege.de/2016/06/16/streuobstwiesen-duengen/#comments Thu, 16 Jun 2016 17:09:28 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=2155

Wie dieser Obstbaum in Tübingen Waldhausen leiden viele Obstbäume unter einem akuten Mangel an Grundnährstoffen und Spurenelementen

Wie dieser Obstbaum in Tübingen Waldhausen leiden viele Obstbäume unter einem akuten Mangel an Grundnährstoffen und Spurenelementen - ©Baumpflege Tübingen, R. Stohp

Was für alle Nutzpflanzen gilt, gilt selbstverständlich auch für Obstbäume: Sie müssen in ausreichender Menge mit Grundnährstoffen und Spurenelementen versorgt werden. Bäume, die auf Dauer unterversorgt sind, tragen nicht nur weniger Früchte. Sie werden auch anfällig für Baumkrankheiten und Schädlinge.

Der Bestand an alten Obstbäumen geht seit Jahren drastisch zurück. Vor allem den Rückgang bei Apfel- und Birnbäumen bezeichnen Fachleute als alarmierend.
Neben Krankheiten wie Feuerbrand und Schädlingsbefall gelten vor allem die mangelhafte Baumpflege und die schlechte Versorgung mit Nährstoffen als Ursachen für das Absterben der alten Baumbestände.
Bis vor einigen Jahrzehnten wurden Streuobstwiesen regelmäßig gedüngt. Seitdem sich Hochstämme unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr lohnen, wurde auf die Düngung verzichtet. Das Resultat: Der Nährstoffgehalt der Böden ist seit vielen Jahren rückläufig; viele Bäume sind chronisch unterversorgt.

Nährstoffmangel erkennen

  • Ob es einem Obstbaum z.B. an den Grundnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und dem wichtigsten Spurenelement Magnesium (Mg) fehlt, lässt sich nicht selten schon am Auftreten bestimmten Symptomen erkennen.
    Nährstoffmangel führt häufig dazu, dass sich die Blätter des Obstbaums bereits im August oder September verfärben. Was man als Laie vielleicht als Boten eines zu frühen Herbstbeginns deutet, ist in Wahrheit das vorzeitige Absterben der Blätter.
  • Wird der Baum zu wenig mit Kalium versorgt, färben sich die Blätter meist braun. Eine rötliche bis bronzene Verfärbung der Blätter ist ein Indiz dafür, dass der Baum einen Phosphormangel aufweist.
  • Auf einen Mangel an Magnesium deutet u.a. hin, wenn sich die Blätter zwischen den Adern gelb verfärben und diese Vergilbung abgegrenzt ist zu den noch grünen Flächen. Wenn Ihr Obst saurer schmeckt als in früheren Jahren, deutet der Mangel an Zucker ebenfalls darauf hin, dass es dem Baum an Magnesium mangelt.

Bodenanalyse als Schlüssel für die erfolgreiche Düngung

Ein aussagekräftiges Ergebnis über den tatsächlichen Status der Nährstoffversorgung und die daraus resultierende Düngung erhält man freilich nur durch eine gezielte Analyse des Bodens. Dabei wird eine Bodenprobe von einem Labor auf den Gehalt an Grundnährstoffen und - auf Wunsch - auf weitere Nährstoffe untersucht. Auf Basis der Analysewerte gibt das Labor zudem eine individuelle Düngeempfehlung.

Mein Komplettservice rund um die Nährstoffversorgung Ihrer Obstbäume

Auf Wunsch übernehme ich für Sie den kompletten Service rund um die Nährstoffversorgung Ihrer Obstbäume.

Meine Leistungen:

  • Entnahme der erforderlichen Bodenproben auf Ihrer Streuobstwiese bzw. in Ihrem Garten. (Die Anzahl der Probeentnahmen hängt ab u.a. von der Anzahl der Bäume und der Größe des jeweiligen Areals
  • Verarbeitung der Einzelproben zu einer aussagekräftigen Mischprobe.
  • Beauftragung des Analyselabors
  • Beratung hinsichtlich der erforderlichen Düngemaßnahmen und Produkte (mineralische Dünger, organische Dünger)
  • Durchführung der Düngemaßnahmen mit einer manuellen Düngelanze. Gezieltes Einbringen der erforderlichen Nährstoffe direkt bis an die Wurzeln der Obstbäume.
  • Beratung über geeignete natürliche Maßnahmen zur kontinuierlichen Nährstoffversorgung Ihrer Obstbäume.

Die Entnahme der Bodenproben ist das ganze Jahr über möglich. Der beste Zeitpunkt für die Düngung der Bäume ist von Spätherbst bis ca. Mitte März
Die Kosten für Probeentnahme, Labor und Düngemaßnahmen richten sich nach

  • Anzahl der Obstbäume bzw. der erforderlichen Probeentnahmen
  • Entfernung Tübingen / Einsatzort
  • Laborkosten
  • Anzahl der erforderlichen Düngepunkte
  • Materialkosten Dünger

Sie haben Fragen oder wünschen ein entsprechendes Angebot für Ihre Obstbäume?
Rufen Sie mich an - 07071-640588  oder senden Sie mir eine Nachricht.
Ich berate Sie unverbindlich und erstelle Ihnen ein individuelles Angebot.

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Die Streuobstwiese – biologische Vielfalt wie im tropischen Regenwald. http://www.baumwart-baumpflege.de/2016/05/20/streuobstwiese-schuetzen/ Fri, 20 May 2016 10:53:58 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=2078 Streuobstwiese im Frühling

Streuobstwiese im Frühling – © Wolf Schroth

Kulturgut Streuobstwiese schützen und erhalten.

Biologen behaupten, die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen auf einer Streuobstwiese sei der im tropischen Regenwald ebenbürtig. Es stimmt: Die Streuobstwiese ist die von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft mit den besten Bedingungen für Kerbtiere, Insekten, Höhlenbrüter, Singvögel und Blütenpflanzen.

Den vollständigen Beitrag zum Thema Kulturgut Streuobstwiese können Sie hier kostenlos herunterladen.

Eine Bitte: Wenn Ihnen mein Plädoyer für den Erhalt der Streuobstwiesen gefällt, empfehlen Sie diesen Beitrag bitte weiter. Vielen Dank im Voraus.

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Arbeiten an Obstbäumen im März http://www.baumwart-baumpflege.de/2016/02/27/arbeiten-an-obstbaeumen-im-maerz/ Sat, 27 Feb 2016 08:27:34 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=2144 Nach den starken Frösten, Schnee und Eis ist es im März an der Zeit, die Obstbäume auf den Frühling vorzubereiten.

Kontrollieren Sie die Anbindung der jüngeren Obstbäume, die Nisthilfen für Nützlinge und säubern Sie die Nistkästen.
Vielleicht denken Sie auch an die wichtigste Bestäuberin, die Honigbiene. Bieten Sie ihr ein paar Frühblüher und für die Zeit nach der Obstblüte Blühsträucher als Nahrungsquelle.

Nicht zuletzt ist nun höchste Zeit für den jährlichen Schnitt der Obstbäume.

Beim Öschberg Palmer Schnitt beschränkt sich die Arbeit auf das Anschneiden der Leitastverlängerungen und der Mitte sowie auf das Entfernen von nach innen weisenden, sich kreuzenden Trieben. Zudem muss das abgetragene Fruchtholz ausgelichtet werden.

Die Krone so zurückschneiden, dass außer der Stammverlängerung noch vier Leitäste stehen bleiben. Die Leitäste sollten nicht zu dicht beieinander liegen und vom Stamm in einem stumpfen Winkel abgehen. Konkurrenztriebe am Stamm entfernen, Leitäste um die Hälfte kürzen, so dass sich die oberen Knospen in einer Höhe befinden und die Stammverlängerung um ca. 20 cm länger.

Wer im Herbst junge Bäume gepflanzt hat, schneidet erst jetzt zum ersten Mal nach der Pflanzung.

Schneiden können Sie bis in die Blüte. Sobald der Laubaustrieb einsetzt, sollte nicht mehr geschnitten werden.

Alle weiterführenden Schnittmaßnahmen, die größere Schnitte als 3 cm erfordern, sollten auf den Sommerschnitt verschoben werden. Dann setzen die Abwehrmechanismen des Baumes sofort ein, und der Schaden hält sich in Grenzen. Dies gilt vor allem für alte Obsthochstämme.

Wer keinen Sommerschnitt durchführen will, sollte im Frühjahr sehr vorsichtig zu Werke gehen, um vor allem älteren Obstbäumen und/oder Bäumen, die in schlechtem Zustand sind, nicht zu viel zuzumuten. Lesen Sie hierzu auch die Kapitel „Pflege alter Obstbäume“  und „Sommer/Winterschnitt„.

Wundverschlussmittel verwenden Sie bitte nur bei jungen Bäumen. Bei älteren Bäumen oder größeren Wunden bewirken die Mittel eher das Gegenteil – und unter der Haut bildet sich erst Recht ein Lebensraum für unerwünschte Organismen. ( Bild)

Was Sie nicht jetzt schneiden sollten ist:

  • Steinobst (erst mit oder nach der Ernte)
  • Pfirsich (in der Blüte)
  • Walnuss  (überhaupt nicht oder im Sommer)
  • alte, schlecht gepflegte Kernobstbäume (siehe Sommerschnitt)

Wenn Sie im Herbst eine Bodenprobe durchgeführt haben, ist nun der richtige Zeitpunkt, um die Düngeempfehlung zur praktischen Ausführung zu bringen.

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Schöne Öschbergkronen zwischen Tübingen und Reutlingen http://www.baumwart-baumpflege.de/2016/01/20/oeschbergkrone-kirchentellinsfurt/ Wed, 20 Jan 2016 12:12:18 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=2120 Der OGV Kirchentellinsfurt ist ein sehr aktiver Verein mit nach Öschberg-Palmer geschnittenen Obstbäumen unterschiedlichen Alters auf der Streuobstwiese am Vereinsheim. Das Vereinsheim liegt unterhalb des Sportgeländes von Kirchentellinsfurt, an der Straße nach Degerschlacht, der Kreisstraße 6908.

Die Bäume wurden vor kurzem fachgerecht geschnitten; ein Ausflug lohnt sich. Zudem ist der Verein mit einer sehr informativen Seite im Netz. Die Rubrik Fachthemen und die Schnittkurse sind empfehlenswert. http://www.ogv-kirchentellinsfurt.de/

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Tipp für den Januar: Vorsorge gegen Schädlingsbefall und Krankheiten http://www.baumwart-baumpflege.de/2016/01/20/vorsorge-schaedlinge/ Wed, 20 Jan 2016 11:38:40 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=2114 Mit dem Winterschnitt der Obstbäume lässt sich auch Vorsorge treffen gegen eventuellen Befall mit Schädlingen in der kommenden Vegetationsperiode.

Einen Baumkratzer oder eine feine Drahtbürste oder etwas ähnliches mitnehmen und Eigelege, Kokons und Gespinste überwinternder Schädlinge entfernen. Zum Beispiel die Eigelege – meist in der Nähe von Knospen – der Apfelbaumgespinstmotte, des Schwammspinners oder des Ringelspinners oder die Kokons des Fruchtschalenwicklers (Apfel- und Pflaumenwickler). Mit dem Baumkratzer wird der Stamm von loser Borke befreit, um auch hier die Überwinterungsverstecke der Schädlinge zu entfernen. Anschließend sollte der Stamm mit einem Anstrich mit Kalk oder mit Arboflex versehen werden.

Zusätzlich zur mechanischen Unkrautbekämpfung und zum normalen Pflegeschnitt der Obstbäume werden von Krankheiten befallenen Triebe bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten. Alle Mumien und das Fallaub werden entfernt. So ist der Befallsdruck im Frühjahr geringer; vor allem bei Fruchtfäule und Spitzendürre ( Monilia ) von Apfel und Kirsche, sowie bei der Schrotschusskrankheit, die Kirschen und anderes Steinobst heimsucht.

Wer von Apfelmehltau befallene Bäume hat, schneidet auch noch bis in den Laubbruch hinein – was beim Obstbaumschnitt sonst eigentlich unterbleiben sollte.

Bei der Walnuss, die normalerweise ungeschnitten bleibt, ist das Entfernen kranker Zweige, Früchte und des Laubes die einzige nicht chemische Methode, der berüchtigten Marssonnia-Krankheit Herr zu werden.

Bei allen Schnittmaßnahmen im Zusammenhang mit Krankheiten am Obstbaum sollten die Wunden mit Wundverschluss versorgt werden. Bei Bedarf die Schnittwerkzeuge mit einer Lösung aus 50% Wasser und 50% Spiritus desinfizieren.

Pilze, Bakterien und Viren lassen sich bei Obstbäumen nur durch das Spritzen mehr oder weniger harmloser Präparate bekämpfen.

Immer sinnvoll ist als Vorsorgemaßnahme, beim Bezug von Obstbäumen standortgerechte und resistente (oder zumindest tolerante) Sorten zu wählen. Zudem sollte die Lebenskraft des Obstbaumes durch regelmäßigen Baumschnitt, ausgewogene und ausreichende Versorgung mit Nährstoffen sowie durch die Förderung von Nützlingen unterstützt werden.

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So schützen Sie Ihren Obstbaum vor Frost http://www.baumwart-baumpflege.de/2015/11/19/frostschutz_bastmatte/ Thu, 19 Nov 2015 14:16:57 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=1094 Die Zweige der Goldweide eignen sich hervorragend zum Ästebinden

Wer die Arbeiten im November erledigt hat, dem bleibt in diesen Tagen nur wenig zu tun. Aber einige wirklich sinnvolle Tätigkeiten gibt es auch im Dezember durchaus.
So kann man die Zeit nutzen, um Sitzstangen für Greifvögel ( siehe Biotoppflege) zu bauen. Ebenso kann man sich Nisthilfen ( Schleiereulen -/Turmfalkenkasten/Nistkästen für Singvögel) selbst bauen – oder entsprechende Geschenkideen äußern.

Ein anderer Vorschlag: Bei Winterwanderungen in unserer Heimat gezielt nach Standorten von Goldweiden suchen. Die Goldweide eignet sich hervorragend zum Abbinden beim Obstbaumschnitt.

Bastmatte als Schutz vor Frost

Was an kalten Dezembertagen auch noch sinnvoll ist: Vorsorgemaßnahmen gegen Frostrisse am Obstbaumstamm. Besonders Jungbäume sind bei starker Sonneneinstrahlung und anschliessendem Frost von Rissbildung betroffen. Als Schutz wird häufig ein Anstrich mit weißer Latexfarbe oder Kalk  verwendet. Wer will, nimmt Schilfmatten – muss aber damit rechnen, dass gerade in den Röhren auch unerwünschte Gäste überwintern.

Vor dem Anstrich kann man noch dem Stamm eine Art „Peeling“ angedeihen lassen. Das Werkzeug dazu ist der sogenannte Baumkratzer. Damit wird der Stamm bis in die Leitastansätze abgekratzt – kann auch recht robust zugehen, der Baum verträgt es und es tut ihm gut. Eigelege und lose Rinde entfernt man dadurch und die Stoffwechselfunktion der Rinde wird aktiviert.
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Tipp: Ab August Zwetschgenbaum schneiden http://www.baumwart-baumpflege.de/2015/08/20/zwetschgenbaum-schneiden/ Thu, 20 Aug 2015 07:44:53 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=637 Den Zwetschgenbaum sollte man ab August (Erntezeit) bis in den Oktober hinein schneiden – also mit oder nach der Ernte.

Tübingen / Reutlingen. Wie für jedes Steinobst, gilt auch für den Zwetschgenbaum: Damit er im nächsten Sommer viele gesunde Früchte trägt, muss er unbedingt regelmäßig im Spätsommer geschnitten werden. Der Öschberg-Palmer-Schnitt bietet sich auch für den Zwetschgenbaum-Schnitt an, denn er gewährleistet folgende Vorteile:

  • der Baum kann durch den Öschberg-Palmer-Schnitt kompakt und niedrig gehalten werden, ohne, dass die Qualität der Zwetschgen leidet
  • die lichte Kronenform fördert die Gesundheit und den Reifegrad der Früchte

Die Schnitttechnik nach Öschberg-Palmer ist in meinem Online Baumschnittkurs in den Grundzügen beschrieben.

Beste Schnittzeit ist mit und nach der Ernte. Wird der Zwetschgenbaum mit der Ernte geschnitten, können gleichzeitig auch die Zwetschgen in schwer zugänglichen Bereichen geerntet werden.

Weitere Tipps zum Sommer- und Winterschnitt.
Lesen Sie außerdem: Steinobstbäume schneiden

 

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Streuobst-Solawi http://www.baumwart-baumpflege.de/2015/06/19/streuobst-solawi/ Fri, 19 Jun 2015 09:10:03 +0000 http://www.baumwart-baumpflege.de/?p=2045 Eine Initiative zur solidarisch kooperativen Bewirtschaftung des Reichtums von Streuobstwiesen

Die Schönheit der Streuobstwiesen und ihre ökologische wie auch kulturelle Bedeutung als Natur- und Kulturraum bietet vielfältige Möglichkeiten. Unterschiedlichste Bedürfnisse, Interessen und Aktivitäten können hier zugleich erfüllt werden. Da intensive Bewirtschaftungsformen für Streuobstwiesen ungeeignet sind, ist diese landwirtschaftliche Nutzfläche eine der wenigen Wirtschaftsräume, die keinen Schaden, sondern einen positiven Fußabdruck hinterlassen.

So vielfältig die Streuobstwiese selbst ist, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, die sie uns bietet und eröffnet: Neben unterschiedlichsten Interessens- und Tätigkeitsfeldern ermöglicht sie uns eine reiche Ernte, die zu zahlreichen Lebensmitteln verarbeitet werden kann – oder einfach zum puren Genießen einlädt. Dieser unbelastete Teil unserer Kulturlandschaft kann so unseren Alltag, unsere Ernährung, unsere Freizeit sowie die soziale, physische und psychische Gesundheit bereichern.

Kooperative Netzwerke – Vielfältige Aktivitäten
Mit dem Projekt Streuobst-Solawi möchten wir ein kooperatives Netzwerk von Wiesenbesitzern, erfahrenen Baum- und Wiesenpflegern, Verarbeitern und späteren Genießern (Prosumenten) zur Bewirtschaftung und zum gemeinschaftlichen Genuss von Streuobstwiesen schaffen. Dieses Netzwerk soll eine vielfältige Bewirtschaftung und Nutzung ermöglichen und die Interessen verschiedenster Menschen und der Natur aufgreifen und miteinander in Einklang bringen. Die vielfältigen Aktivitäten stehen allen offen. Entsprechend seinen Interessen kann jeder Einblicke in verschiedenste Tätigkeitsfelder bekommen, wöchentlich leckere Obstprodukte erhalten und Neues entdecken.
Bei gemeinsamen gut organisierten Aktivitäten wie:
der Apfelernte, der Saft-, Wein-, Cidre-, Apfelessig- oder Honigherstellung, Kräuterwanderung, Vogelexkursion, dem Baumschnitt, Heumachen, beim Herstellen von Mus, Marmelade oder Holundersirup ist bestimmt etwas für jeden dabei. Gleichzeitig können Interessierte/Teilnehmer/Prosumenten ihr Interesse mit anderen gemeinsam verfolgen.
Dabei schafft jeder fast nebenbei auch „produktive“ Mehrwerte.

Die Streuobst-Solawi
Die Initiative Streuobst-Solawi greift das variable Grundprinzip der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) auf und spezifiziert es für die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Grundidee der Solawi ist es, das Produzenten und Konsumenten (Prosumenten) miteinander einen Vertrag schließen. Die Monatsbeiträge der Prosumenten ermöglichen das Bewirtschaften von Streuobstwiesen durch die Produzenten. Im Gegenzug erhalten die Produzenten die Ernte und vielfältige Möglichkeiten zum Mitwirken. Die Bezeichnung der Kunden als Prosumenten (Verbindung von Produzent und Konsument) betont, dass die Produzenten und „Konsumenten“ miteinander eine vertrauensvolle Beziehung eingehen und Gewinne sowie Risiken teilen. Zudem soll wieder mehr Nähe zur Produktion und zu den eigenen Lebensmitteln geschaffen werden, indem Wirtschaftsaktivitäten allen zum Mitwirken offen stehen. Durch Kooperation und 1-2 Teilnahmen an Aktionen im Jahr pro Mitglied können so spannende Einblicke gewonnen und Obstprodukte produziert werden, ohne dass der Einzelne mit dem organisatorischen Aufwand und der Bewirtschaftung überfordert ist. Vielmehr macht es so Spaß, zusammen mit Anderen die Möglichkeiten kennenzulernen, die der Lebens- und Erlebnisraum Streuobstwiese bietet.

Die Tradition der Streuobstbewirtschaftung
Gerade die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen eignet sich für das Solawi-Modell, da die Wiesen eine Produktvielfalt und unzählige Möglichkeiten für Engagement, Gemeinschaftsaktionen und zum Verfolgen und Entdecken eigener Interessen bieten. Ganz ähnlich wurden Streuobstwiesen über Jahrhunderte hinweg innerhalb von Großfamilien oder Ortschaften bewirtschaftet. Diese Organisationstrukturen sind heute weitgehend verschwunden. Das solidarische und kooperative Netzwerk der Streuobst-Solawi schafft ganz ähnliche Strukturen, die jedoch der heutigen Gesellschaft und dem Berufsalltag gerecht werden.

Und jetzt? …
Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit geht es nun im Juli endlich los. Wer Näheres erfahren will, ist herzlich zu einer der Informationsveranstaltungen oder einer praktischen Aktion in den nächsten Wochen und Monaten eingeladen.
Wer Fragen hat, mal reinschnuppern oder sein Interesse bekunden möchte, kann uns schreiben oder anrufen (siehe Kontakt unten), oder zu einem der Termine kommen und uns persönlich kennen lernen; vielleicht sogar bei einer gemeinsamen Aktion.
Rickmer Stohp ist Teil des Projektes und beantwortet auch gern Fragen.
Termine:

Die nächste Informationsveranstaltunge ist:

  • am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr im Stadtteiltreff WHO

Kontakt:
Ansprechpartner: Hermann Kley, Johannes Hartmann
Email: obstsolawi@posteo.de
Tel. 07071 1485652; Mobil: 01795344883
www.Solawi-tuebingen/Streuobstversorgung.de
www.Streuobstsolawi.de (im Aufbau)

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