Baumschnitt + Baumpflege Tübingen

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Apfelwickler im Mai

Aus den, im Winter in Rindenritzen versteckten, Kokons schlüpfen nun die Falter und fliegen bei 15°. Wer im Winter Stammpflege betrieben hat, ist zwar nicht verschont, hat aber weniger Befall. Die Paarungsbemühungen der Männchen lassen sich unterbinden, indem man ihnen Lockstoffallen zur Verfügung stellt. Dann wird das nix mit den Weibchen, denn die Männchen bleiben, trunken vor Glück, am Klebstreifen hängen. Die Weibchen leben max. 20 Tage und warten u.U. vergebens. Wenn es aber einer geschafft hat, legen sie ihre Eier in die Nähe der Frucht/Blütenbüschel und später auf die jungen Früchtchen. Nach ein bis zwei Wochen bohren sich die jungen Larven in die Früchte und fressen sich zum Kerngehäuse durch. Mitte bis Ende Juni verlassen die Larven die Frucht (2 Bohrlöcher) und seilen sich auf den Boden ab, oder fallen mit den Früchten zu Boden.
Die Larven kriechen zum Stamm und verpuppen sich. Ist es bis September warm genug, schlüpft eine zweite Generation Falter und die erntereifen Äpfel fallen ihnen zum Opfer.
Im Mai werden Lockstoffallen aufgehängt und jede Woche kontrolliert.Alle 6 Wochen wird die Pheromonkapsel erneuert. Ab Mitte Mai ist mit dem Schlüpfen der ersten Generation der Larven zu rechnen und es kann mit Granulosevirus Präparaten gespritzt werden. Außer für den Wickler sind diese Mittel unbedenklich. Es sollte über den ganzen Sommer bis Ende August ein “Viruspotential” aufrechterhalten bleiben.

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