Baumpflege Tübingen

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Biotop-Pflegeeinsatz der Nabu-Kreisgruppe

13. Dezember 2012

Sitzstange für Greifvögel - Bild: Baumpflege Tübingen, R. Stohp

Sitzstange für Greifvögel - Bild: Baumpflege Tübingen, R. Stohp

Am 8. Dezember 2012 fand ein weiterer Biotoppflegeeinsatz der Nabu Kreisgruppe statt – diesmal in Waldhausen.
Um 9.00 Uhr stand ich im Laden von Andrea Wizemann auf dem Biolandhof Waldhausen, um mich aufzuwärmen. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass bei -5 Grad ohnehin keiner kommt. Deshalb hatte ich bereits mit dem Gedanken gespielt, ob ich den strahlenden Wintertag zu einer Wanderung im Schönbuch nutzen sollte oder – weniger verlockend – für einen Bürotag am Schreibtisch.

Als dann Inka in den Laden kam, hoffte ich – da bin ich ganz ehrlich -, sie wolle einkaufen. Aber Inka kam zum Pflegeeinsatz! Ein paar Minuten später erschien auch noch Elias mit Begleitung. „Also gut, dann legen wir doch los“.

Auf dem Programm standen Sitzstangen für die Greife entlang der Nikolauslaufstrecke auf der Waldhäuser Höhe. Dort stehen mehrere Mostbirnbäume,  die bei einem Pflegeeinsatz des Nabu vor drei Jahren gepflanzt worden waren.

Leider haben die Bäume in den Folgejahren nicht die Pflegemaßnahmen bekommen, die ich mir für sie gewünscht hätte. Als da wären:

  • Anbindung an Stützpfähle; an diesem exponierten Standort 3 mit Querhölzern
  • aufgelockerte Baumscheibe mit Mulchschicht
  •  Nisthilfen
  • Leimringe
  •  Sitzstangen

Kurz gesagt also all jene Maßnahmen, wie ich sie im Blogartikel zur Herbstarbeit beschrieben habe. !

Entsprechend haben die Bäume gelitten. Auffallend vor allem, dass einige Äste unter dem Gewicht aufsitzender Greifvögel abgebrochen sind.
Wegen der frostigen Temperaturen kam für uns an diesem Tag nur der Bau und das Anbringen von Sitzstangen in Frage: Also bei Eckart Wizemann Werkzeug besorgt, ein paar Haselruten geschnitten und ab in die geheizte Garage, um die Stangen zu montieren. Hasel ist schön lang, gerade und fast überall zu finden. Die Stangen sollten die jungen Obstbäume überragen und am oberen Ende mit einem stabilen Dreieck versehen sein. Dies lässt sich leicht aus dem gleichen Material fertigen und mit Spaxschrauben oder Nägeln befestigen.

Bei offenem Boden lassen sich die Stangen, sofern man ein Loch vorbohrt, direkt im Boden verankern. Für uns war die einzige Möglichkeit, die alten, lumpigen Anbindepfähle wenigstens noch als Stützen für die Sitzstangen zu verwenden. Wichtig ist, dass die Sitzstange in die Baumkrone ragt, ohne an Ästen zu scheuern. Alternativ kann die Sitzstange auch in direkter Nachbarschaft der Obstbäume zu stehen kommen.
Vor allem Jungvögel können mangels Erfahrung die Tragfähigkeit junger Äste nicht abschätzen.
Bis Mittag konnten wir mehrere dieser Stangen montieren. Nebenher haben wir noch einen kleinen Exkurs im Obstbaumschnitt nach Öschberg Palmer absolviert.
Nach einem hervorragenden Gemüseeintopf bei Wizemanns in der geheizten Stube, mit Apfelbrot aus eigener Produktion als Nachtisch, war dieser Biotoppflegeeinsatz erfolgreich abgeschlossen.
Die nächsten Einsätze werden in Pfrondorf-Liemorgen, bei den jungen Obstbäumen der Fam. Bechtle und eine Woche später auf der Streuobstwiese in Waldhausen 12 stattfinden.

Tags: Aktuelles zu Baumpflege · Allgemein

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