Baumpflege Tübingen

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Streuobst-Solawi

Eine Initiative zur solidarisch kooperativen Bewirtschaftung des Reichtums von Streuobstwiesen

Die Schönheit der Streuobstwiesen und ihre ökologische wie auch kulturelle Bedeutung als Natur- und Kulturraum bietet vielfältige Möglichkeiten. Unterschiedlichste Bedürfnisse, Interessen und Aktivitäten können hier zugleich erfüllt werden. Da intensive Bewirtschaftungsformen für Streuobstwiesen ungeeignet sind, ist diese landwirtschaftliche Nutzfläche eine der wenigen Wirtschaftsräume, die keinen Schaden, sondern einen positiven Fußabdruck hinterlassen.

So vielfältig die Streuobstwiese selbst ist, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, die sie uns bietet und eröffnet: Neben unterschiedlichsten Interessens- und Tätigkeitsfeldern ermöglicht sie uns eine reiche Ernte, die zu zahlreichen Lebensmitteln verarbeitet werden kann – oder einfach zum puren Genießen einlädt. Dieser unbelastete Teil unserer Kulturlandschaft kann so unseren Alltag, unsere Ernährung, unsere Freizeit sowie die soziale, physische und psychische Gesundheit bereichern.

Kooperative Netzwerke – Vielfältige Aktivitäten
Mit dem Projekt Streuobst-Solawi möchten wir ein kooperatives Netzwerk von Wiesenbesitzern, erfahrenen Baum- und Wiesenpflegern, Verarbeitern und späteren Genießern (Prosumenten) zur Bewirtschaftung und zum gemeinschaftlichen Genuss von Streuobstwiesen schaffen. Dieses Netzwerk soll eine vielfältige Bewirtschaftung und Nutzung ermöglichen und die Interessen verschiedenster Menschen und der Natur aufgreifen und miteinander in Einklang bringen. Die vielfältigen Aktivitäten stehen allen offen. Entsprechend seinen Interessen kann jeder Einblicke in verschiedenste Tätigkeitsfelder bekommen, wöchentlich leckere Obstprodukte erhalten und Neues entdecken.
Bei gemeinsamen gut organisierten Aktivitäten wie:
der Apfelernte, der Saft-, Wein-, Cidre-, Apfelessig- oder Honigherstellung, Kräuterwanderung, Vogelexkursion, dem Baumschnitt, Heumachen, beim Herstellen von Mus, Marmelade oder Holundersirup ist bestimmt etwas für jeden dabei. Gleichzeitig können Interessierte/Teilnehmer/Prosumenten ihr Interesse mit anderen gemeinsam verfolgen.
Dabei schafft jeder fast nebenbei auch „produktive“ Mehrwerte.

Die Streuobst-Solawi
Die Initiative Streuobst-Solawi greift das variable Grundprinzip der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) auf und spezifiziert es für die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Grundidee der Solawi ist es, das Produzenten und Konsumenten (Prosumenten) miteinander einen Vertrag schließen. Die Monatsbeiträge der Prosumenten ermöglichen das Bewirtschaften von Streuobstwiesen durch die Produzenten. Im Gegenzug erhalten die Produzenten die Ernte und vielfältige Möglichkeiten zum Mitwirken. Die Bezeichnung der Kunden als Prosumenten (Verbindung von Produzent und Konsument) betont, dass die Produzenten und „Konsumenten“ miteinander eine vertrauensvolle Beziehung eingehen und Gewinne sowie Risiken teilen. Zudem soll wieder mehr Nähe zur Produktion und zu den eigenen Lebensmitteln geschaffen werden, indem Wirtschaftsaktivitäten allen zum Mitwirken offen stehen. Durch Kooperation und 1-2 Teilnahmen an Aktionen im Jahr pro Mitglied können so spannende Einblicke gewonnen und Obstprodukte produziert werden, ohne dass der Einzelne mit dem organisatorischen Aufwand und der Bewirtschaftung überfordert ist. Vielmehr macht es so Spaß, zusammen mit Anderen die Möglichkeiten kennenzulernen, die der Lebens- und Erlebnisraum Streuobstwiese bietet.

Die Tradition der Streuobstbewirtschaftung
Gerade die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen eignet sich für das Solawi-Modell, da die Wiesen eine Produktvielfalt und unzählige Möglichkeiten für Engagement, Gemeinschaftsaktionen und zum Verfolgen und Entdecken eigener Interessen bieten. Ganz ähnlich wurden Streuobstwiesen über Jahrhunderte hinweg innerhalb von Großfamilien oder Ortschaften bewirtschaftet. Diese Organisationstrukturen sind heute weitgehend verschwunden. Das solidarische und kooperative Netzwerk der Streuobst-Solawi schafft ganz ähnliche Strukturen, die jedoch der heutigen Gesellschaft und dem Berufsalltag gerecht werden.

Und jetzt? …
Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit geht es nun im Juli endlich los. Wer Näheres erfahren will, ist herzlich zu einer der Informationsveranstaltungen oder einer praktischen Aktion in den nächsten Wochen und Monaten eingeladen.
Wer Fragen hat, mal reinschnuppern oder sein Interesse bekunden möchte, kann uns schreiben oder anrufen (siehe Kontakt unten), oder zu einem der Termine kommen und uns persönlich kennen lernen; vielleicht sogar bei einer gemeinsamen Aktion.
Rickmer Stohp ist Teil des Projektes und beantwortet auch gern Fragen.
Termine:

Die nächste Informationsveranstaltunge ist:

  • am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr im Stadtteiltreff WHO

Kontakt:
Ansprechpartner: Hermann Kley, Johannes Hartmann
Email: obstsolawi@posteo.de
Tel. 07071 1485652; Mobil: 01795344883
www.Solawi-tuebingen/Streuobstversorgung.de
www.Streuobstsolawi.de (im Aufbau)

Tags: Allgemein

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