Artenschutz

Herbst auf der Streuobstwiese: Was im November zu tun ist!

Jungbaum - mit Pfählen fixiert und mit Leimringen vor Schädlingen geschützt

Jungbaum – durch Pfähle fixiert und mit Leimringen vor Schädlingen wie dem Frostspanner geschützt

Vom Schutz der Obstbäume bis hin zum Anbringen von Nistkästen gibt es vor Einbruch des Winters auf der Streuobstwiese, aber auch im Garten einiges zu tun.

Im Herbst sollten Sie im Obstgarten und auf der Streuobstwiese überprüfen, wie gut und fest Ihre Jungbäume angebunden sind. In exponierten Lagen sind drei Pfähle besser als einer.

Jungbäume anbinden zum Schutz der Feinwurzeln

Das Anbinden der Bäume ist deshalb so wichtig, damit die Pflanzen in den ersten Jahren ungestört ihre Wurzeln ausbilden können. Jeder Stoß, der den Baum in Bewegung setzt, reißt Feinwurzeln ab, die ja eigentlich die Hauptlast der Versorgung tragen sollen.

Die Baumscheibe, die bei der Pflanzung angelegt wurde und ungefähr den Traufbereich der Krone um den Stamm herum umfasst, sollte leicht gehackt und von Bewuchs freigehalten werden.
Außerdem empfehle ich eine Vorratsdüngung mit abgelagertem Kompost im äußeren Wurzelbereich und das Mulchen mit Häckselmaterial.

Wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen haben, ist das zudem der optimale Zeitpunkt, um Nistplätze und Unterschlupf für Nützlinge zu schaffen. Sehr sinnvoll ist es, Sitzstangen für Greifvögel aufzustellen. Die Stangen sollten über die Baumkronen hinausragen. Ohne diese Ansitzwarte sind vor allem junge Bäume gefährdet, deren dünne Äste leicht abbrechen, wenn sich die schweren Greife darauf niederlassen.

Außerdem empfehle ich Ihnen, in die Baumkronen mit Holzwolle gefüllte kleine Pflanztöpfe zu hängen. Sie sind idealer Rückzugsort für Raubinsekten und deren Larven und sorgen so für einen wirkungsvollen Schutz vor Blattläusen und anderen Schädlingen. Ein Ohrenkneifer vertilgt bis zu 120 Blattläuse pro Nacht und die Larven des Marienkäfers grasen den Pilzrasen des echten Mehltaues ab.(Weitere Infos zum Pflanzenschutz auf Streuobstwiese und im Obstgarten)

Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen

Wenn die Möglichkeit besteht einen Turmfalken- oder Schleiereulenkasten aufzuhängen, so sollten diese Nisthilfen geschaffen werden. Selbst in Siedlungsgebieten werden Nistkästen gern angenommen, vorausgesetzt, sie sind hoch genug angebracht, um für Marder und Katzen unerreichbar zu sein. Den Nistkasten für Turmfalken bringt man am besten ab acht Meter Höhe in einem Hausgiebel an, den Schleiereulenkasten in Scheunen oder Dachböden. Alle zwei bis drei Jahre sollten die Kästen gereinigt werden.

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